Bremerhaven. Diesmal wollen sie es sich nicht wieder nehmen lassen. Die Eishockey-Junioren des REV Bremerhaven sind heiß auf den Aufstieg in die Bundesliga. Und sie haben gute Chancen. Das Team von Trainer Dieter Blum ist seit November 2008 ungeschlagen. Ähnliches kann allerdings auch der Gegner in den beiden Aufstiegsspielen, die Ice Aliens aus Ratingen, von sich behaupten.Der Meister aus Nordrhein-Westfalen hat diese Saison nicht eines seiner insgesamt 16 Spiele verloren, führt die Tabelle mit 130:28 Toren an. Das schüchtert die jungen Eishockey-Spieler aus Bremerhaven nicht ein, auf deren Konto nach acht Siegen in acht Spielen 70:19 Tore gehen. „Die Ratinger Mannschaft ist souverän. Doch wir wissen, was wir können“, sagt Dieter Blum. Die Freude nach dem 4:3-Sieg über die Hamburg Crocodiles, der den Bremerhavenern den Titel des norddeutschen Meisters sicherte, war riesig. „Wir haben auf der Rückreise im Bus kräftig gefeiert“, sagt der Trainer. Ebenso groß ist nun die Konzentration auf die bevorstehenden Spiele um den Aufstieg in die Junioren-Bundesliga – die zweithöchste Klasse in der Altersstufe nach der DNL.
Vor etwa einem Jahr standen die Jungs an gleicher Stelle. Doch weil zwei Spieler nicht für die Teilnahme bei den Junioren berechtigt waren, verloren die Bremerhavener trotz zweier Siege auf dem Eis den Kampf um den Aufstieg am grünen Tisch. „Diesmal haben wir alles abgeklärt“, betont Blum. Und REV-Geschäftsführer Frank Raake sichert den Rückhalt des Vereins zu. „Wenn die Jungs den Aufstieg schaffen, werden wir ihnen den ermöglichen. Das haben sie verdient.“ Es wäre der größte Erfolg im Nachwuchsbereich in der Geschichte des Vereins. Dessen Vorstand sucht derzeit nach Sponsoren, denn eine Saison in der Junioren-Bundesliga kostet rund 40 000 Euro.
Dafür wollen sie jetzt alles geben. Andere Gruppen aus dem Verein haben Eiszeiten abgegeben, damit die REV-Junioren bis zu dreimal in der Woche trainieren können.
Die Aufstiegsspiele sind für die Wochenenden 19. bis 21. März sowie 26. bis 27. März angesetzt. „Leider haben wir das Heimspiel zuerst“, bedauert der Trainer. Doch Dieter Blum, der bei seiner Arbeit von Paul Schön, Frank und Martina Raake, Bertram Frerichs sowie zahlreichen Eltern der Spieler unterstützt wird, versucht noch zu tauschen.
Für die Aufstiegsspiele kann Blum auf den kompletten Kader zurückgreifen. Anton Gluchich, der sich im Spiel gegen Hamburg den kleinen Finger gebrochen hat, soll bis dahin fit sein. Von den gut 20 REV-Junioren spielen etwa acht bis zehn zusätzlich regelmäßig bei den Weser Stars in der Regionalliga, fast der gesamte Rest sammelt mit der 1b-Mannschaft des REV in der Verbandsliga Erfahrung. „Ich kann auf drei sehr gute, ausgeglichene Blöcke zurückgreifen“, sagt Dieter Blum. „Und durch Umstellen auf zwei Reihen können wir gut Druck aufbauen.“ Besonders trainieren will der 41-Jährige noch das Überzahlspiel. „In Hamburg waren wir sieben Minuten am Stück in der Überzahl und haben kein Tor gemacht.“
Sollten die Bremerhavener Junioren wirklich aufsteigen, wird ihnen ab nächster Saison ein anderer Wind um die Nase wehen. Zwölf Mannschaften spielen in der Bundesliga-Nord, das weiteste Auswärtsspiel führt bis ins hessische Bad Nauheim. Gespielt wird in einer Doppelrunde, 40 bis 50 Partien kommen so in der Saison zusammen.
Für die Jungs wäre der Aufstieg ein großer Sprung nach vorn. „Das sind ganz andere Gegner, mit denen wir es dann zu tun haben. Das bietet sehr gute Möglichkeiten, sich selbst weiterzuentwickeln“, sagt Verteidiger Simon Krüger (17 Jahre). Mittelstürmer und Kapitän Igor Schön ergänzt: „Deshalb wird jetzt jeder von uns noch mehr geben.“ Ein großes Ziel der Jungs bleibt die Profiliga. „Wir lieben Eishockey“, sagt der 20-jährige Igor. „Das zum Beruf zu machen, bedeutet für jeden von uns, dass ein Traum in Erfüllung geht.“ (kan)
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ich denke, man sollte die jungs unterstützen!
es soll ein bus nach ratingen fahren, kostenpunkt 10€! das schmerzt nicht!